Jüdische Feiertage (6) Purim

Packt die Rasseln aus, es ist Purim!  Wer dieser Tage in Israel ist, wird sich womöglich im Schmetterlingskostüm oder als Seeräuber verkleidet von einer Kostümparty zur nächsten begeben, denn das Verkleiden an Purim ist ausdrücklich erwünscht. Ebenfalls ist es an der Zeit eine Mizwa zu „trinken, bis man nicht mehr unterscheiden kann zwischen ,Verflucht sei Haman‘ und ,Gesegnet sei Mordechai‘“ (Talmud, Traktat Megilla 7b; Schulchan Aruch, Orach Chajim § 695:2).

Purim feiert die Rettung des jüdischen Volkes in Persien. Der Legende nach fiel der Jude Mordechai bei Haman, dem Wesir Persiens, in Ungnade, der wiederum aus Rache beschloss alle Juden Persiens vernichten zu lassen. Nur durch Esther, der Frau des Perserkönigs Ahasveros, gelingt es, dies zu verhindern. Deshalb wird an Purim in der Synagoge auch aus dem Buch Esther vorgelesen und immer wenn der Name „Haman“ fällt, wird gerasselt, getutet oder auf den Boden gestampft.

Das ausgelassenste Fest im jüdischen Kalender beginnt morgen Abend nach Sonnenuntergang und dauert bis Montag.

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