Sukkot

Der Wetterbericht verheißt für die kommenden Tage zumindest keinen Dauerregen. Das dürfte eine Erleichterung sein für all die jüdischen Familien in der Region, die bis zum Wochenende ihre Mahlzeiten in einer Laubhütte unter einem Dach aus Baumzweigen einnehmen, um Sukkot zu feiern.
rosch haschana_jom kippur

Das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana und Jom Kippur

Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, beginnt in diesem Jahr am Abend des 16. September und wird am 17. und 18. September gefeiert. Damit beginnt nach jüdischer Zeitrechnung das Jahr 5773. Man wünscht sich gegenseitig ein „Shana tova ve’metuka“ – ein gutes und süßes Jahr – und um diesen Wunsch nocht einmal zu unterstreichen, werden in den Tagen rund um Rosch Haschana gerne besonders süße Speisen gegessen. Äpfel werden in Honig getunkt oder der klebrigsüße Honigkuchen verzehrt. Auch der Granatapfel und seine zahlreichen Kerne sind am jüdischen Neujahrsfest für traditionell lebende Juden von symbolischer Bedeutung und stehen für den Vorsatz und Wunsch im kommenden Jahr vergleichbar viel Gutes zu tun und im Sinne der Thora zu handeln und leben.

Pessach im Perlacher Forst

Vor drei Wochen hatte das Jüdische Museum München Besuch aus den USA: Rabbi David Lapp, der in den 1960er Jahren als Militärrabbiner der US-Army in München stationiert war, kam aus New Jersey, um unserer Sammlung seinen transportablen Tora-Schrein, den er auch in München verwendet hatte, zu übergeben und in einem Vortrag über seine Zeit in München zu erzählen. Wir haben hier darüber berichtet.

Purim: ein Fest im Hier und Jetzt.

Partys und Kostümfeste, gutes Essen und ziemlich viel Alkohol – das hatten wir doch gerade erst… Nein, es sind nicht die letzen Verirrten des Karnevals die in dieser Woche vereinzelt in den Strassen zu sehen sind, es wird das jüdische Fest Purim gefeiert, traditionell immer Ende Februar/Anfang März und dieses Jahr fällt der Beginn der Feiern auf Mittwochabend und geht bis Donnerstagabend, den 8. März. Purim geht auf die biblische Erzählung aus dem Buch Esther zurück.

Jüdische Feiertage (7) – Pessach

Die Schüler, die an unserem Vermittlungsprogramm „Greif es an!“ teilnehmen, haben normaler Weise während ihres Besuchs im Museum die Gelegenheit, koschere Gummibärchen oder andere koschere Süßigkeiten zu kosten. Normalerweise! Denn dieser Tage tragen die Süßigkeiten-Tüten eine Aufschrift, die die Süßigkeiten nicht nur als koscher, sondern als „koscher le-Pessach“ ausweist. Was hat es damit auf sich?

Jüdische Feiertage (6) Purim

Packt die Rasseln aus, es ist Purim!  Wer dieser Tage in Israel ist, wird sich womöglich im Schmetterlingskostüm oder als Seeräuber verkleidet von einer Kostümparty zur nächsten begeben, denn das Verkleiden an Purim ist ausdrücklich erwünscht. Ebenfalls ist es an der Zeit eine Mizwa zu „trinken, bis man nicht mehr unterscheiden kann zwischen ,Verflucht sei Haman‘ und ,Gesegnet sei Mordechai‘“ (Talmud, Traktat Megilla 7b; Schulchan Aruch, Orach Chajim § 695:2).

Jüdische Feiertage (5) – Sukkot

Am Donnerstagabend beginnt das Laubhüttenfest (Sukkot), das fünf Tage nach Yom Kippur gefeiert wird und nach einer Woche mit dem Torafreudenfest (Simchat Tora) endet. 

JÜDISCHE FEIERTAGE (3): TISCHA BEAW

Am Abend des 19. Juli beginnt dieses Jahr Tischa Beaw, der wichtigste Trauertag des jüdischen Jahres. Wörtlich heißt Tischa Beaw „9. Tag des Monats Av“. Am 9. Av 3830 (2. August 70 n.u.Z.) wurde der Tempel in Jerusalem zerstört – eine der großen Katastrophen der jüdischen Geschichte. In München erinnert ein monumentales Historiengemälde daran, wie die Tempelzerstörung zu antijüdischer Propaganda genutzt wurde.

Jüdische Feiertage (2): Schawuot – Tora und Teigtaschen

Schawuot ist wie Pessach und Sukkot eines der drei Wallfahrtsfeste. Das Fest ist unter mehreren Namen bekannt, z.B. unter „Wochenfest“ (Chag ha-Schawuot), aber auch unter „Fest der ersten Früchte“ (Chag ha-Bikurim) oder als Erntefest (Chag ha-Kazir).