M.T. Wetzlar – Jüdische Silberschmiede in München

Auf den Münchner Litfaßsäulen ist seit einigen Tagen ein Plakat mit einer wunderschönen Art-Deco-Silberkanne zu sehen. Über ihr prangt der Stempel „Arisiert 1938“. Das Plakat wirbt für die Ausstellung „M.T. Wetzlar – Silberschmiede in München, gegründet 1875 – arisiert 1938“, die am vergangenen Donnerstag bei unseren Nachbarn und Kollegen im Münchner Stadtmuseum eröffnet wurde. Die von Florian Dering kuratierte Ausstellung widmet sich der 1875 nach München gekommenen Silberschmiede-Familie Wetzlar. Der Firmengründer, Moses Tobias Wetzlar war auch als Kantor an der orthodoxen Ohel-Jakob-Synagoge tätig.

Ausstellungseröffnung: SMILING AT YOU

Seit der Jahrtausendwende hat die israelische, in London lebende Künstlerin Sharone Lifschitz ein packendes Werk zu Erinnerung, Identität und Sprache geschaffen. Mittels unterschiedlicher Medien untersucht sie unsere Beziehung zu unserer individuellen und kollektiven Vergangenheit und ergründet dabei die vielfältigen Aspekte menschlicher Wechselbeziehungen.

Unsere nächste Ausstellung lächelt

Seit letztem Wochenende wird im zweiten Stock des Jüdischen Museums München fleißig gewerkelt, gestrichen, gehängt, installiert, fotografiert und sogar gebügelt. Unsere nächste Ausstellung steht vor der Tür‘ und es ist ein freudiges Wiedersehen: „Smiling at You” – präsentiert die Arbeiten von Sharone Lifschitz aus der Zeit von 2000-2014. Ihre Arbeiten drehen sich rund um die Motive Erinnerung, Identität und Sprache – die Münchner kennen Sie vielleicht noch vom Projekt ”Speaking Germany” mit dem sie die Eröffnung des Jüdischen Museums 2007 begleitet hat. Besucher des Museums sehen Teile dieser Arbeit noch heute an der Fassade des Hauses. Wir haben beim Aufbau der Ausstellung vorbei geschaut und Sharone drei kurze Fragen gestellt….

Die Pinakothek der Moderne twittert

Vor gut einem Jahr fand bei uns im Jüdischen Museum einer der ersten Tweetups in einem Münchner Museum statt. Rund 30 mit Tablet oder Smartphone ausgerüstete Twitter-Nutzer „zwitscherten“ in Echtzeit Eindrücke der Führung durch unser Haus ins Web.

Nun lädt die Pinakothek der Moderne ebenfalls zu einem Tweetup ein und das Thema, um das es gehen wird, hat es in sich:

Neue Ausstellung im Studienraum: „Samsons Leuchter“

Chanukka-Leuchter aus dem Besitz der Familie Wertheimer: Der Leuchter gelangte wohl kurz nach seiner Fertigung 1713 in den Besitz des österreichischen Hofjuden Samson Wertheimer (1658–1724) – möglicherweise als Geschenk des Halberstädter Hofjuden Issachar Behrend Lehmann (1661–1730). Unter den direkten Nachfahren Samson Wertheimers wurde er über sieben Generationen weitervererbt.

AEJM Annual Conference 2013: Impressionen

Vergangenen Samstag und Sonntag fanden bei uns im Jüdischen Museum München die ersten zwei Tage der Jahreskonferenz der Association of European Jewish Museums statt.

Das Treffen begann am Samstag mit den feierlichen Begrüßungsreden von Kulturreferent Hans-Georg Küppers und Direktor Bernhard Purin, gefolgt von einem ersten Vortrag durch Dr. Jörg Skirebeleit der Gedenkstätte Flossenburg.

Vier Tage in Polen

Stell dir vor, du bist Museumspädagoge in einem Museum, dessen Gebäude zwar bereits für die Öffentlichkeit zugänglich ist, das aber noch keine Dauerausstellung beherbergt. Vor diese Herausforderung sehen sich zur Zeit die Kolleginnen und Kollegen des Museums für die Geschichte der polnischen Juden in Warschau gestellt, dessen Dauerausstellung erst 2014 eröffnen soll.

#München Displaced ONLINE

27. Jüdische Kulturtage in München

So vielfältig wie die jüdische Kultur selbst zeigt sich das Programm der 27. Jüdischen Kulturtage in München: Mit Vorträgen, Film, Musik, und Literatur der unterschiedlichsten Stilrichtungen lassen namenhafte Künstler vom 16.11.2013 bis zum 26.11. Traditionen aufleben. Träger der Veranstaltungsreihe im Gasteig ist die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition.

Bei der feierlichen Eröffnung am Samstag liest die Schauspielerin Marianne Sägebrecht Gedichte der 2006 verstorbenen Hilde Domin.

Eine App, die Augen öffnet

Stolpersteine sind aus Beton gegossene Steine mit einer Messingplatte, auf der zu lesen ist: „Hier wohnte…“, dann Name, Geburtsjahr und Datum und Ort der Deportation oder der Ermordung eines Menschen. Sie sollen Zeichen des Erinnerns sein. Bereits seit mehr als 20 Jahren arbeitet der Künstler Gunter Demnig nun an seinem Projekt. In rund 750 Städten und Gemeinden in neun Ländern Europas wurden mittlerweile über 38.000 Steine eingesetzt. In München gibt es zwar keine öffentlich verlegten Stolpersteine, nur ein paar sind auf Privatgrundstücken zu finden. Aber dafür können die Münchner nun kostenlos eine neue App auf ihrem iPhone/iPad oder Androidgerät installieren, die sie zu virtuellen Stolpersteinen in der Stadt führt.

Impressionen von der Langen Nacht der Münchner Museen

Vergangenen Samstag war es wieder soweit: die Lange Nacht der Münchner Museen fand statt. Über 2000 Gäste besuchten das Jüdische Museum München am Jakobs-Platz. DJ Michael Lösch legte im Museumsfoyer u.a. osteuropäische-jüdische Tanzmusik auf – und sorgte damit für eine entspannte, fröhliche Atmosphäre bis tief in die Nacht!

Das Jüdische Museum München auf Instagram - @juedischesmuseum

Neue Ausstellung!

„Treten Sie ein!“ kann das Jüdische Museum seine Besucher nun bald auffordern, denn die Vorbereitungen für die neue Wechselausstellung „Treten Sie ein! Treten Sie aus! Warum Menschen ihre Religion wechseln“ sind fast abgeschlossen. Die Vitrinen sind bestückt, Lampen und Vorhänge angebracht und der Tanzboden, der die sogenannte Passage des Übergangs von einer zur anderen Religion markiert, verlegt.

Ein Haus auf Reisen (II)

Gestern hat Sukkot, das Laubhüttenfest, das an die 40-jährige Wanderschaft der Israeliten in der Wüste erinnert, begonnen. Bis vor drei Wochen war eine Laubhütte in unserer am 1. September zu Ende gegangenen Ausstellung zu sehen.

41 Jahre später. Israel und Bayern gedenken der Opfer des Olympia-Attentats

Am 5. September 2013 stellte der Bayerische Staatsminister für Kultus und Unterricht, Dr. Ludwig Spaenle, das Konzept für den „Erinnerungsort Olympia-Attentat“ bei einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Bis 2016 soll im Münchner Olympiapark ein Erinnerungsort entstehen, in dessen Mittelpunkt die tragischen Ereignisse des 5. und 6. Septembers 1972 stehen werden, wobei den Biografien der Opfer besonderes Augenmerk zu Teil werden wird.

Treten Sie ein! Treten Sie aus! Die Vorbereitungen laufen.

Noch hängt lediglich der an einen leicht zerknitterten Duschvorhang erinnernde Kunststoffvorhang von der Decke im zweiten Stock des Museums. Die Wände sind weiß gestrichen und der Boden fertig präpariert. Dennoch – viel Arbeit steckt bereits in diesen ersten Vorbereitungen für die die neue, ab dem 2. Oktober geöffnete Wechselausstellung.

Vier Arten zu Tanzen

Wenn dieser Tage die Sonne scheint, muss man eigentlich raus gehen, zu sehr sitzt einem noch die Kälte und der Regen des diesjährigen Frühsommers in den Gliedern.
Umso erfreulicher war es, dass eine beträchtliche Anzahl an unverwüstlichen Kulturliebhabern vergangenen Sonntag ins Jüdische Museum kam, um an dem Programm der Veranstaltung Ein Tag in der Wechselausstellung teilzunehmen.