SZ: „Handlungsreisender in Sachen Seele“

David Lapp war in den Sechzigerjahren in München Militärrabbiner der US-Army. Anlässlich der Schenkung seines mobilen Thoraschreins an die Stadt München hat sich der gebürtige New Yorker im Foyer unseres Museums an diese Zeit erinnert – Eva-Elisabeth Fischer war dabei und berichtet heute in der SZ von dem Abend.

Was Kinder dazu sagen …

Im Jüdischen Museum München sind immer viele Schulklassen zu Besuch. Einige Kinder hinterlassen uns schöne „Post“ im Gästebuch. Wir freuen uns über diese Einträge immer ganz besonders. Höchste Zeit, hier mal ein paar Originale zu zeigen.

David Lapp – ein US-Army-Rabbiner in München

Rabbi Colonel David Lapp, 1931 in Wien geboren und 1940 mit seinen Eltern in die USA emigriert, war ab 1958 für die US-Army als Jewish Chaplain – als Militärrabbiner – tätig. Am Dienstag, den 20. März erinnert er sich anlässlich der Schenkung eine mobilen Tora-Schreins in einem Vortrag an seine Münchner Jahre Anfang der 60er-Jahre.

Purim: ein Fest im Hier und Jetzt.

Partys und Kostümfeste, gutes Essen und ziemlich viel Alkohol – das hatten wir doch gerade erst… Nein, es sind nicht die letzen Verirrten des Karnevals die in dieser Woche vereinzelt in den Strassen zu sehen sind, es wird das jüdische Fest Purim gefeiert, traditionell immer Ende Februar/Anfang März und dieses Jahr fällt der Beginn der Feiern auf Mittwochabend und geht bis Donnerstagabend, den 8. März. Purim geht auf die biblische Erzählung aus dem Buch Esther zurück.

„Betrifft: Ehemaliger Judenbesitz“

Am Anfang stand ein Aktenfund im Münchner Stadtmuseum: Dort wurde vor fünf Jahren eine umfangreiche Akte mit der lapidaren Aufschrift „Betrifft: Ehemaliger Judenbesitz“ gefunden. Auf über 500 Seiten ist darin detailliert die Beschlagnahme von über 70 Münchner jüdischen Kunstsammlungen zwischen November 1938 und März 1939 dokumentiert.

Kleine Kärtchen erzählen große Geschichten

Viele der Objekte in unserer aktuellen Wechselausstellung Juden 45/90. Von da und dort – Überlebende aus Osteuropa erzählen persönliche Geschichten von jüdischen Überlebenden, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Displaced Persons (DPs) in sogenannten DP-Lagern in München und Umgebung eine vorläufige Heimat fanden.

Potemkinsche Häuser

Unsere Ausstellung über die jüdischen Displaced Persons läuft noch bis Mitte Juni, aber hinter den Kulissen begannen bereits die Vorbereitungsarbeiten für den zweiten Teil unserer Reihe „Juden 45/90“. Unter dem Titel „Von ganz weit weg – Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion“ wird sie sich jener Zuwanderung von Jüdinnen und Juden in die Bundesrepublik widmen, die in den letzten zwanzig Jahren die jüdische Gemeinde in Deutschland nachhaltig geprägt und verändert hat.

Eine Zeitzeugin zu Gast im Jüdischen Museum

Am 27. Januar wird alljährlich der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gedacht. Aus diesem Anlaß veranstalteten die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und das Jüdische Museum München am vergangenen Donnerstag einen Gesprächsabend mit der Zeitzeugin Hanna Zimmermann. Umrahmt wurde der Zeitzeuginnenbericht von in Theresienstadt entstandenen Liedern von Ilse Weber (1903-1944), die vom Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters am Gärtnerplatz vorgetragen wurden.

Kinderjahre im Displaced Persons Lager

Zeitgleich zur Ausstellung „Juden 45/90 – Von da und dort. Überlebende aus Osteuropa“ erschienen die Kindheitserinnerungen von Beno Salamander, der mit seiner Familie 1951 nach Föhrenwald kam.

Ein Diskurs in Bildern

In den letzten Jahrzehnten zeigt uns das osteuropäische und israelische Kino vermehrt Images „jüdischer“ Männerfiguren, die – ja, wie soll man sagen?– verweichlicht sind…da wird geweint, gestolpert und gestrauchelt, hinterfragt und reflektiert und mitunter zerbricht und scheitert der ein oder andere Mann am von Außen auferlegten Druck oder am eigenen Lebensentwurf…. Kann man das so einfach zusammenfassen und wie kommt es zu diesem veränderten Rollenbild des sensiblen „jüdischen“ Mannes und seiner filmischen Verhandlung auf der Leinwand?

Hinter den … nein, mittendrinnen in den Kulissen

Ein Blick hinter die Kulissen im Jüdischen Museum München: In beiden Ausstellungsetagen unseres Hauses wird gerade die neue Wechselausstellung „Juden 45/90 – Von da und dort – Überlebende aus Osteuropa“ aufgebaut.

Das Jüdische Museum München auf Instagram - @juedischesmuseum

Fernsehtipp: Tatort – „Ein ganz normaler Fall“

Dieser Tatort mit den Kommissaren Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) spielt in München in der Synagoge und in der Jüdischen Gemeinde am St.-Jakobs-Platz. Es geht um die Frage: Wie normal gehen Juden und Nichtjuden in Deutschland miteinander um?

Mit den Ohren sieht man besser – Memory Loops: ein beeindruckendes Audiokunstwerk als Erinnerungsdenkmal

Seit gut einem Jahr kann man die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in München digital abrufen. Jederzeit und von überall. Im September vergangenen Jahres wurde das virtuelle Kunstwerk Memory Loops der Künstlerin Michaela Melián eingeweiht. Im Jüdischen Museum erläuterte die Künstlerin am Dienstag nochmals ausführlich ihr Konzept.

Es war spitze!

Die Ausstellung „Das war spitze! Jüdisches in der deutschen Fernsehunterhaltung“ neigt sich dem Ende zu.
Noch bis zum 6. November kann man durch 10 Stationen und 6 Jahrzehnte Fernsehgeschichte wandern und eine mentalitätsgeschichtliche Reise in unsere heimischen Wohnzimmer unternehmen.

Lange Nacht mit Kalle Laar

Das Jüdische Museum München ist schlichtweg begeistert von der Langen Nacht der Münchner Museen am Samstag, den 15. Oktober 2011. Viele, viele Besucher kamen in unser Museum und genossen die Atmosphäre im temporären Klangmuseum. Der Münchner DJ und Soundkünstler Kalle Laar verwandelte das Foyer mit Fundstücken jüdischer Unterhaltungs-Musik in eine Hör-Lounge der nostalgischen Momente. Bis späte in die Nacht strömten die Besucher auch in die Ausstellungsräume.