Zeichnung: Peter Demetz sitzt an einem Schreibtisch und schreibt.

Peter Demetz – Seine Münchner Jahre

Der Literaturwissenschaftler, Herausgeber und Essayist Peter Demetz feiert heute seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass blicken wir auf seine Zeit in München als Redakteur bei Radio Free Europe.
Schwarz-Weiß-Foto: Eine Frau mittleren Alters blättert in einer Ungarischen Zeitung. Dahinter sind Zeitungshalter mit weiteren osteuropäischen Zeitungen zu sehen.

Tagung: Das Osteuropäische München in der Nachkriegszeit und im Kalten Krieg

Vom 5. bis 7. Oktober luden der Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas der LMU München, das Münchner Stadtmuseum und das Jüdische Museum München zu der Tagung „Das Osteuropäische München in der Nachkriegszeit und im Kalten Krieg“. Im Zentrum standen aktuelle Forschungsprojekte, die die Migration aus Osteuropa als integralen Teil der Münchner Stadtgeschichte untersuchen.
Detailaufnahme, Fachwerkfassade mit Fenster. Oben braune Holzbalken und weißer Putz, unten ein Fenster mit geöffneten hellgrünen Fensterläden.

Ausflugtipps: 5 Orte zur jüdischen Geschichte in Bayern

In allen Teilen Bayerns gibt es spannende Aspekte jüdischer Geschichte zu entdecken. Wir stellen fünf Orte vor, die Einblicke geben in jüdische Lebenswelten auf dem Land und in der Stadt vom 18. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit.

Buchvorstellung: LebensBilder – Porträts aus dem jüdischen DP-Lager Föhrenwald

Eine Großmutter zu haben, war unter den Kindern, die wie Schymon und Fiszel Ajnwojner zwischen 1945 und 1957 im DP-Lager Föhrenwald bei Wolfratshausen aufwuchsen, eine Seltenheit. Ihre Eltern hatten die Schoa meist in Osteuropa überlebt und in ihren ehemaligen Heimatländern alles verloren. Eine neue Publikation, herausgegeben vom Erinnerungsort Badehaus, stellt 34 Biografien von Menschen vor, die ihre Kinder- oder Jugendjahre in Föhrenwald verbrachten.

Neuer Rundweg zur DP-Geschichte in St. Ottilien

Im vergangenen Sommer realisierte die Erzabtei St. Ottilien gemeinsam mit dem Historischen Seminar der LMU und dem Jüdischen Museum München eine Ausstellung zur jüdischen Geschichte des Benediktinerklosters in den Jahren 1945-48. Aufgrund des großen Erfolges konnten die temporären Tafeln in einen dauerhaften Rundgang umgewandelt werden.
Foto: Familie Avnir

Film-Preview am 17.9.: Die Kinder der Stunde Null

David Avnir lebt in Jerusalem. In seinem Pass steht als Geburtsdatum der 12. Juni 1947. Und als Geburtsort: St. Ottilien. Auch David Stopnitzer aus München ist in dem oberbayerischen Kloster geboren. Beide sind Söhne von Schoa-Überlebenden – von Eltern, die es irgendwie geschafft haben, der nationalsozialistischen Vernichtungs- maschinerie zu entgehen. Doch warum sind sie ausgerechnet in einem Benediktinerkloster nördlich des Ammersees zur Welt gekommen?
Eine Frau schaut sich die Ausstellung im Kloster St.Ottilien an

Jüdische Geschichte im katholischen Kloster – Eindrücke von Ausstellungseröffnung und internationalem Symposium in der Erzabtei Sankt Ottilien 10.-12. Juni 2018

Nur kurz verdunkelte sich am Sonntag der Himmel, aber das befürchtete Gewitter blieb aus und die Teilnehmer_innen, Gäste und Organisator_innen der Ausstellung und des Symposiums „Sankt Ottilien – das Benediktinerkloster und seine jüdische Geschichte 1945-48“ verbrachten bei bestem Wetter und an idyllischem Ort drei sehr intensive, erkenntnisreiche und anregende Tage auf dem Klostergelände. Die Erzabtei St. Ottilien hatte die Tagung zusammen mit der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität initiiert. Begleitend dazu wurde eine Ausstellung eröffnet, für deren Realisierung das Jüdische Museum München als Kooperationspartner gewonnen worden war. Bereits seit dem 13. Mai ist bei uns im Foyer eine Installation mit Fotografien des israelischen Künstlers Benyamin Reich zu sehen, die auf den Ort St. Ottilien und seine besondere Geschichte verweist.

nicht von hier irgendwo

Rechercheperformance zu jüdischen Displaced Persons in Deutschland nach 45 von Futur II Konjunktiv mit Alexandra Finder, Friedericke Miller, Johannes Suhm.
Pokalfigur "Apollo"/ Leihgabe Haft Family, Albuquerque/New Mexico. Foto: Franz Kimmel

Internationaler Museumstag: Apollo mit den zwei Inschriften

Zum 40. Internationalen Museumstag ruft der Deutsche Museumsbund zur Spurensuche auf. „Die Geschichte hinter dem Exponat“ so heißt das diesjährige Motto. Der Aufruf lautet „umdrehen“, auf die Rückseite schauen, nach Sammlungsgeschichte, nach Spuren früherer Verwendung und Besitzer schauen. Da machen wir gerne mit, nur umdrehen, das ist bei dem hier ausgewählten Exponat gar nicht nötig. Unmittelbar – wenn man gute Augen hat oder eine Lupe – kann man die Geschichte dahinter erfahren.
Rachel Salamander

Jüdisches Leben in München in den 1950er und 1960er Jahren

Im Studienraum des Jüdischen Museums München ist derzeit eine Ausstellung von Studierenden der LMU München zu sehen. Sie basiert auf Zeitzeugeninterviews, die mit Vertreterinnen und Vertretern der ersten Nachkriegsgeneration von Münchner Juden geführt wurden.

Ein Badehaus als Begegnungstätte

Bis zum 17. Juni war die Ausstellung Juden 45/90. Von da und dort – Überlebende aus Osteuropa im Jüdischen Museum München zu sehen, in der die Geschichte der jüdischen Displaced Persons auf zwei Ausstellungsebenen gezeigt wurde. Vielleicht wird es bald in Waldram eine Fortsetzung der Geschichte der DPs geben.

Lehrer aufgepasst!

Zum Abschluss unserer aktuellen Wechselausstellung Juden 45/90 – Von da und dort. Überlebende aus Osteuropa laden wir Lehrerinnen und Lehrer herzlich zu einer Informationsveranstaltung am 11. Juni 2012 von 15 – 18 Uhr über ein prägendes Kapitel der Münchner jüdischen Geschichte ein.

Kinderjahre

Stefan Hunstein musste bestimmt länger üben, um beispielsweise „Lokschn mit Joach“– der jiddische Ausdruck für Nudelsuppe – richtig zu intonieren. In seinem autobiographischen Buch „Kinderjahre im Displaced-Persons-Lager Föhrenwald“ versucht Beno Salamander einer jungen Novizin zu erklären, was er zuhause isst und übersetzt „Nudeln mit Jauche.“ Das Publikum bricht in Gelächter aus.

Das Jüdische Museum München auf Instagram - @juedischesmuseum

SZ: „Handlungsreisender in Sachen Seele“

David Lapp war in den Sechzigerjahren in München Militärrabbiner der US-Army. Anlässlich der Schenkung seines mobilen Thoraschreins an die Stadt München hat sich der gebürtige New Yorker im Foyer unseres Museums an diese Zeit erinnert – Eva-Elisabeth Fischer war dabei und berichtet heute in der SZ von dem Abend.

Kleine Kärtchen erzählen große Geschichten

Viele der Objekte in unserer aktuellen Wechselausstellung Juden 45/90. Von da und dort – Überlebende aus Osteuropa erzählen persönliche Geschichten von jüdischen Überlebenden, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Displaced Persons (DPs) in sogenannten DP-Lagern in München und Umgebung eine vorläufige Heimat fanden.

Kinderjahre im Displaced Persons Lager

Zeitgleich zur Ausstellung „Juden 45/90 – Von da und dort. Überlebende aus Osteuropa“ erschienen die Kindheitserinnerungen von Beno Salamander, der mit seiner Familie 1951 nach Föhrenwald kam.