So klein kann die Welt sein – Post aus Buenos Aires

Am vergangenen Freitag besuchten uns zwei jüdische Gäste aus Argentinien, denen ich eine kurze Impulsführung durch den ersten Teil unserer Wechselausstellung „ALLES HAT SEINE ZEIT. Rituale gegen das Vergessen“ gab.

Curatorial Education Programme 2013: Impressionen

Vom 10. bis 13. März fand, wie jedes Jahr, das Curatorial Education Programme der Association of European Jewish Museums statt. Dieses Jahr hatten wir vom Jüdischen Museum München die Ehre, dieses wichtige Treffen zu beherbergen.

Video zur Ausstellungseröffnung: “Alles hat seine Zeit”

Zwei Halbkreise sind gespannt, durch die zwei Stockwerke des Jüdischen Museums. Der Kreis schließt sich, die Pforten öffnen sich – die Ausstellung „Alles hat seine Zeit. Rituale gegen das Vergessen“ ist nun bereit, sein Publikum zu empfangen. Thematisiert werden auserwählte Übergangsriten des jüdischen Lebens: Strategien und Rituale, die dazu dienen, Übergänge zu markieren, zu bewältigen und zu verarbeiten.

Ausstellungseröffnung: Alles hat seine Zeit. Rituale gegen das Vergessen

Im Laufe unseres Lebens werden wir mit verschiedenen Übergängen konfrontiert, Übergängen zwischen zwei Lebensphasen oder zwei Lebenszuständen. Geburt, Kindheit, Schule, Mündigkeit, Selbstständigkeit, Eheschließung, Alter und Tod lassen uns von einer Phase in eine andere, von einem Zustand in einen anderen wechseln. In einigen Fällen sind diese Übergänge äußerst schmerzhaft, in anderen besonders freudvoll. Zur Realisierung, Bewältigung und Verarbeitung dieser Übergänge wurden und werden in allen Kulturen bestimmte Strategien und Rituale entwickelt. Die Ausstellung „Alles hat seine Zeit. Rituale gegen das Vergessen“ widmet sich ausgewählten jüdischen Übergangsriten. Am Dienstag, 26. Februar findet um 19 Uhr die Eröffnung der Ausstellung im Jüdischen Museum statt.

„Zeitorte“ von Georg Soanca-Pollak im Jüdischen Museum München

Anlässlich des Gedenkens an die Opfer der Novemberpogrome 1938 ist vom 6. bis 13. November eine Installation des Künstlers Georg Soanca-Pollak im Foyer des Museums zu sehen. Der Künstler, der auch den „Gang der Erinnerung“ in der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern geschaffen hat, gestaltet großformatige Fotocollagen, die Fotos von Familienangehörigen des Künstlers aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg mit Detailaufnahmen, die er am „Denkmal der ermordeten Juden Europas“ in Berlin und im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz gemacht hat, verbinden.
rosch haschana_jom kippur

Das jüdische Neujahrsfest Rosch Haschana und Jom Kippur

Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, beginnt in diesem Jahr am Abend des 16. September und wird am 17. und 18. September gefeiert. Damit beginnt nach jüdischer Zeitrechnung das Jahr 5773. Man wünscht sich gegenseitig ein „Shana tova ve’metuka“ – ein gutes und süßes Jahr – und um diesen Wunsch nocht einmal zu unterstreichen, werden in den Tagen rund um Rosch Haschana gerne besonders süße Speisen gegessen. Äpfel werden in Honig getunkt oder der klebrigsüße Honigkuchen verzehrt. Auch der Granatapfel und seine zahlreichen Kerne sind am jüdischen Neujahrsfest für traditionell lebende Juden von symbolischer Bedeutung und stehen für den Vorsatz und Wunsch im kommenden Jahr vergleichbar viel Gutes zu tun und im Sinne der Thora zu handeln und leben.

Kommen Sie – oder folgen Sie uns

Bei all den Möglichkeiten, die unsere Stadt jeden Abend bietet, fällt die Entscheidung oft schwer: Nach der Arbeit ins Theater, zur Vernissage oder doch lieber auf das Konzert? Damit Sie nichts verpassen, twittern wir heute auf unserem Twitter Kanal @juedischemuseum live aus der Veranstaltung mit Mirjam Pressler und Uri Orlev, die im Rahmen des White-Raven-Festivals stattfindet.

Von ganz weit weg – Kommt immer näher

In den frühen Morgenstunden, der St.-Jakobs-Platz schlummerte noch, war im Jüdischen Museum München schon einiges passiert. Die alte Leuchtwand hinter der Glasfassade des Haupteingangs war gewichen und machte der neuen Platz und so konnten die ersten Frühaufsteher bei ihrem Morgenspaziergang mit Spannung verfolgen, was es denn nun als nächstes im Jüdischen Museum zu sehen geben wird…

Unser Mann auf Seite 3

Museumsleiter Bernhard Purin in der BILD Saarland! Warum? Unser Direktor saß in der Jury, um den Gewinner des von der Landeshauptstadt ausgelobten Wettbewerbs „Erinnerungsort Rabbiner Rülf-Platz Saarbrücken“ zu küren. Die Entscheidung fiel auf eine Skulpturengruppe aus 40 in Bronze gegossenen, gesägten Baumstämmen, das als Mahnmal an die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordeten saarländischen Juden erinnern.

Auszeichnung für Six Million and One

Das berührende Familienportrait „Six Million and One“ aus Israel gewann beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in München den Dokumentar Filmpreis 2012. Der Film wurde zweimal gezeigt, als Eröffnungsfilm und dann nochmal im Filmmuseum und war einer der drei Filme, die das Jüdische Museum München in Kooperation gezeigt hat. Wir freuen uns mit dem Regisseur David Fisher.

Das Jüdische Museum München auf Instagram - @juedischesmuseum

David Lapp – ein US-Army-Rabbiner in München

Rabbi Colonel David Lapp, 1931 in Wien geboren und 1940 mit seinen Eltern in die USA emigriert, war ab 1958 für die US-Army als Jewish Chaplain – als Militärrabbiner – tätig. Am Dienstag, den 20. März erinnert er sich anlässlich der Schenkung eine mobilen Tora-Schreins in einem Vortrag an seine Münchner Jahre Anfang der 60er-Jahre.

Medienecho „Das war spitze!“

„Was ist eigentlich „das Jüdische“? Diese Frage umfassend zu beantworten, das ist wohl schlicht nicht möglich..Stattdessen lernt man sehr viel über das deutsche Fernsehen, über die Mechanismen der Unterhaltung und darüber, wie gesellschaftliche Diskurse und Fragestellungen im Fernsehen aufgegriffen werden.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2011

Entglittene Bilder

Seit 1996 thematisierte die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Wien (dessen gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Berlin konzipierte Ausstellung „Typisch!“ zur Zeit in unserem Haus zu sehen ist) durch 21 Transmissionshologramme das Verschwinden jüdischer Geschichte in Wien. Seit vergangener Woche sind die Hologramme selbst verschwunden. Vertreter zahlreicher Jüdischer Museen und Institute in Europa protestieren dagegen.

Anderswo (7) – Bergsteigen und jüdische Kultur

Eine ganze Reihe bedeutender Bergsteigerinnen und Bergsteiger waren und sind jüdischer Herkunft. Auch im Alpenverein waren seit seiner Gründung zahlreich jüdische Bergsportler vertreten.